Hans Eisler hätte sich wohl gefreut: Dieses junge Quartett aus Österreich, das sich selbst als Post-Jazz-Formation bezeichnet, eröffnete seine 2015 erschienene CD „Ottos Mops“ mit dem „Solidaritätslied“. Davon sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen: Denn die vier Musiker spielen eine zugleich selbstsichere und – vor allem – entspannte Musik, die immer in der Jazztradition verwurzelt ist: Dass zeitgenössischer Jazz nicht unbedingt überfrachtet oder verkopft auftreten muss, um interessant und fordernd zu sein, sondern auch in zugänglicher Form spannend bleiben kann, zeigt dieses Debütalbum. Damit schlägt das unorthodox instrumentierte Ensemble – auf ein klassisches
Bassinstrument verzichtet die experimentierfreudige Band ganz – einen Bogen vom modernen Jazz bis zum Postrock.

Leonhard Skorupa | Saxophon
Daniel Moser | Bassklarinette
Andi Tausch | Gitarre
Konstantin Kräutler | Schlagzeug